Geschichte

Wir sind eine der ältesten Schiffswerften der Welt, die mehrheitlich in Familienbesitz ist.

Annette ROUX 

1884

BENJAMIN BÉNÉTEAU

Mein Großvater Benjamin war ein ganz besonderer Mensch. Er wurde als Sohn einer armen, kinderreichen Familie in St Gilles geboren. Im Alter von 6 Jahren adoptierte ihn sein Onkel François Houyère. Er war Seefahrer und liebt das Meer. Seine Geschichten brachten Benjamin zum Träumen. Mit 12 war mein Großvater Schiffsjunge an Bord der Elisa und träumte davon, Schiffsbauer in der Werft des Vaters seines besten Freundes zu werden. 1878 absolvierte er seinen Militärdienst in Rochefort und verwirklichte dort seinen Traum. Er wurde Schiffsbauer. 

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In Croix-de-Vie am Quai des Greniers, gleich neben der Brücke, gründete unser Großvater schließlich im Jahr 1884 seine Werft, die selbstverständlich seinen Namen trug: Bénéteau. 

Damals gab es verschiedene Fischerboote wie Kutter, Logger oder Gazelles, natürlich alles Segelschiffe. Leistung bedeutete für diese Fischerboote als erster im Hafen zu sein, denn der erste verkaufte seinen Fisch zum besten Preis. Diese Suche nach der optimalen Leistung ist damals wie heute zentrales Element der Arbeit der Architekten und Konstrukteure, treibt sie an, lässt sie nicht ruhen, motiviert sie fortwährend innovative Lösungen zu entwickeln. 

1909 schlug die Stunde der Motoren. Ungeachtet der Kosten und der Konsequenzen baute Benjamin das erste motorgetriebene Fischerboot der Region.

Er fand keinen Kunden, also wurde er kurzerhand selber Reeder. Provokant wie er nun einmal war, taufte er das Boot "Vainqueur des Jaloux" (Sieger der Neidigen). Croix-de-Vie war zu dieser Zeit ein wichtiger Sardinenhafen. In der Stadt gab es ein gutes Dutzend Sardinenkonservenfabriken. Die Frauen dachten, der Motorlärm würde die Fische verjagen. Sie legten die Arbeit nieder und bewarfen Benjamin mit Steinen. Die berittene Polizei aus Les Sables d´Olonne und La Roche-sur-Yon schritt ein. Der Konflikt dauerte mehrere Monate. Irgendwann war er dann doch vorbei und Benjamin taufte seinen zweiten motorisierten Sardinenkutter "La Paix" (Der Friede).

1928

UNSERE ELTERN

Nach dem Ende des 1. Weltkriegs nahm die Werft 1928 ihre Arbeit wieder auf. Mit dem verwaisten André Beneteau übernimmt der einzige Sohn von Benjamin das Unternehmen.

Für die Einwohner von St-Gilles-Croix-de-Vie war der Tod von Benjamin gleichbedeutend mit dem Ende der Werft. Unser Vater hatte vielleicht nicht die starke Persönlichkeit unseres Großvaters, er galt eher als der "Schweigsame" (wie man es auch einem unserer großen Seefahrer nachsagt), aber Papa war ein begnadeter Zeichner. 

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Einer der Fischer vertraute ihm und im Schutz des Schuppens zeichnete und baute Papa für ihn seine erste Pinasse. Als ich noch ein junges Mädchen war, haben mir die alten Leute im Ort diese Geschichte erzählt. Wie es damals üblich war, sind alle zusammengelaufen, um das neue Boot zu sehen und waren verblüfft über die Eleganz dieser Pinasse. Die BENETEAU-Werft war wieder da!

Dann kam der 2. Weltkrieg, einige Gesellen wurden eingezogen. Papa heiratete unsere Mutter Georgina, unser Bruder André kam 1934 zur Welt. Nach Kriegsende kamen einige der früheren Gesellen wieder zurück, mit der Werft ging es aufwärts und nun begann eine beispiellose Phase, die bis in die 1960er Jahre dauern sollte.

Meine Brüder, meine Schwestern und ich, wir haben wunderschöne Erinnerungen an diese Zeit. Unsere Familie war nicht reich – Preisgestaltung gehörte nicht zu den Leidenschaften meines Vaters – aber wir haben so viel für unser Leben gelernt! Das Lernen begann für uns am Sonntag im Wald. Wir waren an der frischen Luft, die Auswahl der richtigen Eichen war fast schon ein religiöser Moment, dann die Sichtung am Quai des Greniers, der Stress mit dem Ausstoß, wenn man feststellte, dass die Eichen zu viel Splintholz hatten und alles wieder von vorne begonnen werden musste.

Wir waren eine große Familie: Kinder, Lehrlinge, Arbeiter, Kunden und für mich gab es damals keinen schöneren Beruf als den des Schiffsbauers. Und auch hier haben wir viel gelernt…

Unbedingt erwähnen möchte ich die Rolle unserer Mutter in dieser Zeit. Unser Vater galt als Künstler und als solcher war er anerkannt und respektiert. "Die Chefin" aber, das war unsere Mutter. Wenn am Monatsende das Geld knapp war, musste sie sich darum kümmern. Hatte sich ein Arbeiter verletzt ging er die Straße hoch zu unserem Haus und Maman versorgte ihn. Sie wusste einfach immer Rat, vor allem aber war sie jeder Situation gewachsen. Wenn das Vorbild die beste Erziehung ist, konnte es für uns kein größeres Glück geben als diese kleine, gerade einmal 1,50 m große Frau zur Mutter zu haben. Und sie war eine großartige Mutter!

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1962-1964

ÜBERGANGSJAHRE

Beim Rückblick auf diese Jahre empfinde ich unterschiedliche Gefühle. Es wird ganz still: Die Arbeiter pfeifen nicht mehr so oft, unsere Eltern werden ruhiger, die Kunden weniger, die Besuch des Bankdirektors häufiger. Mit dem Rückgang des Fischfangs erleben wir den Anfang vom Ende dieses wunderbaren Metiers des Schiffsbaus. 

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Die große Leidenschaft unseres ältesten Bruders André ist das Zeichnen. Aber es gab nichts mehr zu zeichnen. Unsere Eltern mussten noch drei Kinder großziehen und wir hatten noch 17 Schiffsbauergesellen. Wie kann man Schiffsbauer anderweitig beschäftigen?

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1964

VORBOTEN DER FREIZEITSCHIFFFAHRT

Viele nannten es Glück. Ich sehe es mehr als einen Wink des Schicksals. Als ich jenen Mann traf, der später mein Ehemann werden sollte, begann ich zu verstehen was nicht funktionierte, ich verstand den Ernst der Lage. Ich bin noch keine 22 Jahre alt, ich bin eine Frau und in den 1960er Jahren sind "Geschäftsfrauen" eher selten und auch nicht besonders anerkannt, obwohl in unserem handwerklichen Umfeld die Ehefrau oft die Chefin war.

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Dieses Glück verdanken wir auch unserem Vater. Er dachte nicht an Sport oder Freizeit, aber er hatte ein neues Material entdeckt: Polyester. Seine Idee war es, die Beiboote der Sardinenkutter aus Polyester zu bauen. Gemeinsam mit meinem Bruder André hat er das ab 1963 auch gemacht.

Wir haben dann die Genossenschaften abgeklappert, um den Fischern unsere Beiboote zu verkaufen, und wir haben die Boote auf der Messe in Lorient ausgestellt. So sind unsere zukünftigen Händler auf uns aufmerksam geworden und haben uns auch weiter beraten. Aus den Beibooten für die Fischkutter entstanden die 3,60 m lange Guppy und die 4,30 m lange Flétan. Das 5,80 m lange Starlet mit der ausladenden Bugform bekam den Namen Ombrine. Es war das letze Boot, das unser Vater gezeichnet hatte. 

Wir hatten ein neues Marktsegment erfunden, das später unter der Bezeichnung Angelboote bzw. Sportfischerboote bekannt werden sollte. Wir wussten es nur noch nicht.

Louis Claude Roux
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Andre Roux

1965-1972

ERSTE MODELLSERIE

Januar 1965 : Unsere erste Bootsmesse in Paris. Die Nerven liegen blank. Keines der anderen Boote sieht so aus wie unsere Boote. Für uns ist Paris unbekanntes Terrain und wir fühlen uns hier fehl am Platz. Aber schon bald nach der Eröffnung besuchen uns drei Geschäftsmänner auf unserem Stand. „Ihre Boote sind genau das, was unsere Kunden suchen. Kein Hersteller will solche Boote bauten“, erklären sie uns. Nun will der eine die Vertretung für das Morbihan, der zweite für das Finistère und der dritte will uns in der Region Côtes du Nord vertreten. Ihre Bestellungen bedeuten mehrere Monate Arbeit für unsere Belegschaft. Nach 2 Minuten Diskussion mit meinem Mann über den Vertrieb ist die Sache klar: Wir bauen ein Vertriebsnetz auf. Das gab damals noch nicht - Jeanneau ausgenommen. 

In diesen sieben Jahren konnten wir unsere Bilanzen wieder ausgleichen, das Ende der Fischerei subventionieren, unsere Schiffszimmerleute nach und nach neu anlernen, viele Kundenmeinungen einholen und in neue Produkte investieren, um den Wunsch der Kunden nach größeren Schiffen zu erfüllen. So entstanden neben Guppy und Flétan die Modelle Capelan, Cabochard, Galion, Forban, Kerlouan, Baroudeur und die Ombrine: eine komplette Modellserie von 3,60 m bis 5,80 in einem typisch französischen Segment. 

Mein Bruder André sitzt an seinem Zeichentisch, das wachsame Auge unseres Vaters richtet sich vor allem auf die Prototypen, die Kinder werden größer, die Familie ist wieder glücklich!

1972

ERSTE INVESTITIONEN

1972 sollte ein tolles Jahr werden! Die Bilanzen waren ausgeglichen, wir wollten investieren. Zunächst in die Belegschaft, dann in eine Fertigungsanlage, bescheiden zwar, aber dennoch für eine halbindustrielle Produktion ausgelegt. 

Wir wollten unsere Angelboote weiterentwickeln. Die Kunden hatten segeln gelernt, sie wollten größere Boote, mehr Komfort an Bord und sie wollten das Meer vom Salon aus sehen.

Nichts ist schwieriger, als eine neue Modellserie zu entwickeln. Mein Bruder André hat sich unsere Wünsche angehört, sich zurückgezogen und als ich mit ihm einige Monate später auf einer Bootsmesse in Deutschland war, nahm er im Restaurant eine Papierserviette, zeichnete ein neues Boot und sagte zu mir: Hier hast du dein Boot!“ Es war die Evasion 32, später folgten die Evasion 37, dann die Evasion 28.

Wir bauten dann eine neue Fertigungsanlage in Commequiers für Modellserien in einer Größe, wie sie der Freizeitmarkt unserer Meinung nach damals verlangte.

Parallel dazu schritt auch bei den Motorbooten die Entwicklung voran. André, ein begeisterter Hochseefischer, zeichnete die Antares-Modellserie. Die Ombrine diente ihm dabei als Vorbild.Nun tritt auch unser jüngerer Bruder Yvon in die Firma ein. Sein Metier ist die Produktion und er entwickelt sich zu einem unserer besten Spezialisten auf diesem Gebiet. 

1976

ENTSCHEIDUNGSJAHR

Zu dieser Zeit hat BENETEAU einen hohen Marktanteil bei den Angelbooten, tausende Kunden fahren mit unseren Booten, aber einige verlassen uns auch, weil sie schneller unterwegs sein wollen. Der große Regatta-Segler François träumt von einem leistungsfähigen Boot. André will es entwerfen, aber wir wissen, dass es auf diesem Gebiet Konstrukteure mit anderen Erfahrungen gibt. Wie also an die Sache herangehen? Wie erklären, dass ein Schiff aus dem Haus Beneteau diesmal nicht von einem Konstrukteur aus dem Haus BENETEAU gezeichnet ist? Das Glück ist uns hold: Man bietet uns die Formen der L´Impensable an. Sie wurde als Siegerschiff konzipiert und hat mit dem Sieg des Half Ton Cups ihr Versprechen auch gehalten. Gemeinsam mit André Mauric haben wir den Segelplan geändert, den Kiel umgearbeitet, die Innenausstattung, das Deckshaus. Wir haben sie First genannt. Niemand hat das von uns erwartet. Wir präsentieren die First auf der Pariser Bootsmesse. Sie ist einfach umwerfend. Heute hat die First Modellserie Kultstatus. Und mit der First haben wir die Türen zum Export aufgestoßen.

Der umwerfende Erfolg führt zum Bau neuer Fertigungslinien, allesamt entwickelt von Béri, das Ingenieurbüro meines Ehemannes, das später unsere Familienholding werden sollte.

1980

AUFSCHWUNG

Das Motorbootteam beauftragt Christ Van Der Velden mit dem Bau eines Katamarans. Er gewinnt mit diesem Boot für Beneteau die "6 heures de Paris." Ich erinnere mich noch gut an die Gesichter unserer Freunde und der Branchenkollegen von damals. Wie konnten wir nur diese Regatta gewinnen, wir die Segler, die von Motoren keine Ahnung hatten? Das war aber noch nicht alles. In der Folge entstand die Flyer-Serie und wir präsentierten die ersten Modelle auf der Bootsmesse in Paris.

Im Segelbereich war es die Hochzeit des Admiral´s Cup. Mit unserem kongenialen Partner Corum unter der Leitung von Jean-René Banwart tüftelten wir an neuen Rumpfdesigns, suchten auf der ganzen Welt nach den besten Konstrukteuren, entwickelten die First Evolution, die Lady B, die First Lady. Diese Prototypen waren wichtige Entwicklungsschritte für uns. Damit konnten wir unseren Kunden Serienboote auf dem letzten Stand der Technik bieten. 

Natürlich bemühen wir uns auch in diesem Jahrzehnt um unsere Kunden ganz besonders um jene, die die Langfahrten lieben. Für sie organisieren wir Ausfahrten unter dem Titel "Evasions d´Or"( Die Idee dazu habe ich aus der Motorradwelt übernommen). Wir bemühen uns auch um unsere zukünftigen Kunden. Wir schließen Verträge mit verschiedenen Radiostationen wie Europe1 und RTL und werden Partner der bekannten „Strandtouren“ der einzelnen Sender. Im Rahmen dieser Veranstaltungen begrüßen wir so illustre Gäste wie Michel Drucker, Carlos, Thierry Le Luron und viele andere mehr und motivieren die Franzosen, aufs Wasser zu gehen.

1980 - L'essor
1980 - L'essor

1981-1986

ARBEITSREICHE JAHRE

Dieses Jahrzehnt wird wegweisend für uns. Seit den 1970er Jahren haben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten in den Export investiert, haben vor allem in Europa ein Netz aus Vertriebspartnern und Importeuren aufgebaut. Die erste Niederlassung in den USA eröffneten wir im Jahr 1976 in Annapolis. Ein erster Schritt zur Etablierung unserer Marke, eine erste Präsenz vor Ort die uns half, die Vorlieben und Wünsche der amerikanischen Konsumenten besser zu verstehen.

In diesen fünf Jahren haben wir Niederlassungen gegründet, die Produktentwicklungen weiter vorangetrieben, uns verschiedene Charterunternehmen angesehen um schließlich bei den Moorings zu landen. Die beiden außergewöhnlichen Inhaber, Ginnie und Charly Carry, werden enge Freunde und gemeinsam konzipieren wir die ersten Boote, die speziell für den Charterbetrieb gemacht sind. So entsteht die 13,50 m lange Idylle, die Vorläuferin der Oceanis-Modellserie.

1982 lancieren wir auch die First Class 8, eine neue One Design Bootsklasse, gezeichnet von Jean-Marie Finot. Sie ist die erste französische Serien-Einheitsklasse. In mehr als 20 Jahren verkaufen wir fast 1.000 Regattaboote dieser Serie.

Es folgen die First Class 10 und 12. Mit diesen Booten wurde damals die berühmte "Combat des Chefs" in Marseille gesegelt, eine unterhaltsame Regatta, bei der Politiker mit großen Unternehmern um die Wette segelten.

1984 Die Pariser Börse eröffnet den Sekundärmarkt. Zodiac ging als erster an die Börse und zum 100-Jahr-Jubiläum sollte auch Beneteau an der Börse notiert sein. Wir haben ehrgeizige Investitionsprojekte und müssen unsere Finanzen konsolidieren. Ein großer Augenblick in der Unternehmensgeschichte.

1985 eröffnen wir die neue Fabrik in Challans. Außerdem ist das Verkaufsvolumen in den USA mittlerweile so groß, dass wir überlegen, die erste Produktionsstätte außerhalb Frankreichs zu errichten. Wir denken dabei an einen zentralen Ort an der Ostküste. Carolina gefällt uns sehr gut und schließlich entscheiden wir uns für den Standort Marion, eine kleine Stadt 2 Autostunden entfernt von Charleston. Ein industrielles Investment in den USA ist für ein französisches Unternehmen ein sehr ambitioniertes Vorhaben. Viele Unternehmen haben es nicht geschafft. Wir aber sind von unserem Projekt überzeugt und bereit, die Herausforderung anzugehen.

GEBURTSSTUNDE DER OCEANIS

Die Idylle, die wir gemeinsam mit den Moorings konzipiert haben, steht am Beginn des Cruiser-Programms. François Chalain holt Philippe Briand und gemeinsam entwickeln die beiden in nur wenigen Monaten die Oceanis 350, später die Oceanis 430. Die große Wette ist gewonnen, der Erfolg stellt sich unmittelbar ein.

RENAISSANCE DER FIRST

Wie sollen wir nach den technischen Schwierigkeiten im letzten Jahr der First wieder neuen Schwung verleihen? Wir brauchen Hilfe! Wir denken an Philippe Stark und ich treffe ihn in Paris. Bei unserem Gespräch sagt er mir geradeheraus, dass Boote nicht gerade sein Spezialgebiet seien. Er schlägt uns vor, eine First 35 in seinem Garten in Montfort-l´Amaury aufzustellen. Er würde erst einmal an paar Nächte an Bord verbringen und uns nach dieser Erfahrung seine Antwort geben… Nun, das Vorgehen war etwas ungewöhnlich, aber wie gewünscht stellten wir ihm eine First 35 zur Verfügung. Sie war das erste Schiff mit zwei Achterkabinen, gezeichnet von François Chalain und Jean Berret. Wir warteten also…. Was soll ich sagen, sein Bericht war einfach umwerfend! 

In dieser fröhlichen, herzlichen und sehr professionellen Stimmung entstand die First 35 S5. Ich könnte ganze Bücher füllen mit Anekdoten und Emotionen aus dieser Zeit. Wir schöpften wieder Mut und waren motiviert, uns selber zu übertreffen. Der große Moment kam: die Präsentation auf der Pariser Bootsmesse im Jahr 1987. Und was für ein Schock! Einer von zwei Kunden fand die First 35 S5 toll, der andere schrecklich. Das konnte uns aber nicht aufhalten. Die Serie war ein Erfolg und Philippe Starck hat uns und die gesamte Branche ein Stück vorwärts gebracht und dabei eine neue Welt kennengelernt. Heute stammen die größten Yachten der Welt aus seiner Feder!

1989

JAHR DER FIGARO KLASSE

Der Segelsport liegt uns nach wie vor sehr am Herzen und 1989 wird zum Geburtsjahr der Figaro Klasse. Die Solitaire du Figaro – früher Course de l´Aurore – ist eine Regatta, die traditionell auf Prototypen gesegelt wird. Nun wurde der Umstieg auf baugleiche Boote beschlossen. Die Solitaire du Figaro ohne BENETEAU Beteiligung ist undenkbar, sind wir doch seit der ersten First mit dieser Regatta eng verbunden. Michel Malinovsky gewann mit unserer ersten First diese Regatta und legte damit den Grundstein für ihren Erfolg.

Das Projekt von BENETEAU und Jean-Marie Finot gewann den Konstrukteurswettbewerb. Wir hatten  nun die Ehre, diese Einheitsklasse zu bauen. Gleichzeitig durften wir mit der Figaro erleben, wie eine fantastische Generation junger Segler heranwuchs, die später auch auf der Langstrecke reüssierten. Ihnen ist es zu verdanken, dass französische Skipper im Segelsport auch weiterhin einen ausgezeichneten Ruf genießen. 

1990

KREATIVITÄT

Während sich die erste weltweite Krise auf dem Gebiet der Freizeitschifffahrt am Horizont abzeichnet, gehen bei uns die Arbeiten am Design der First weiter. Ein Gespräch auf der Pariser Bootsmesse mit einem unserem treuen italienischen Kunden macht uns hellhörig. Dieser Kunde, ein renommierter Designer bei Pinifarina, sagt zu uns: „Hört auf zu träumen, die Boote sind doch alle gleich.“ Er spricht mit uns über die Weiterentwicklung der Formen, vor allem im Automobilbereich, und findet unsere Decks zu eckig. 

Ich muss sagen, die Familie Pinifarina war fantastisch: Sergio wusste, dass unsere Mittel dem Vergleich mit seinen Kunden aus der Automobilwelt nicht standhalten konnten. Aber er bietet uns eine Zusammenarbeit an und gemeinsam entwickeln unsere Teams ein fließendes Decksdesign. Ich durfte wieder fast schon religiöse Augenblicke erleben, als der rote Stift von Herrn Ramacciotti Strich für Strich die Decksmatrix der zukünftigen First 45 zeichnete.

Das Talent der Designer hat mich schon immer fasziniert. Für dieses Boot gab es schon vor der ersten Präsentation unzählige Vorbestellungen und ich gebe zu, dass ich mich heute immer noch freue, wenn ich in einem Hafen eine Frist erblicke. Ich bin da natürlich nicht objektiv, aber sie sind immer noch jung und frisch…

Ich möchte das Kapitel der 1980er Jahre nicht ohne ein Wort zur Fischerei abschließen.Wir konnten und wollten unsere Kunden aus der Berufsfischerei nicht im Stich lassen und haben sie Schritt für Schritt beim Übergang von Holz zu Polyester begleitet. Um unsere Aktivitäten sauber zu trennen, haben wir die Gendron-Werft in Noirmoutier mit ihren hochqualifizierten Mitarbeitern übernommen, eine der letzten Holzbauwerften in der Vendée. Die Fischerei war immer schon die große Leidenschaft unseres ältesten Bruders. Also arbeitete er weiter an seinen bis zu 22 m langen Rümpfen, wir pflegten unsere Freundschaft mit der bodenständigen und herzlichen Welt der Seeleute bis wir uns eines Tages eingestehen mussten, dass unser Engagement wirtschaftlich nicht mehr wirklich vernünftig war…

1991-2001

IN DER KRISE ZUSAMMENHALTEN, SICH ERINNERN UND WACHSEN

1991, gefangen in der globalen Krise, kämpften alle Mitbewerber mit den gleichen Waffen. Wie soll man eine Krise meistern, wenn man keine Orientierungspunkte hat? Einige gingen mathematisch an die Sache heran und richteten ihr Unternehmen zugrunde, andere entschlossen sich zu einer menschlicheren Herangehensweise und ernteten dafür Kritik und Skepsis. Wieder andere mussten kapitulieren…

Wir haben in der Krise zusammengehalten und so die Herausforderung bewältigt. Unsere Mitarbeiter vertrauten uns, wir kannten ihren gesunden  Menschenverstand und wussten, dass wir uns auf sie verlassen konnten. Dinge infrage stellen, Probleme erkennen, Umstrukturieren, diese einschneidenden Schritte waren hart. 

In dieser Zeit sind jene Menschen von uns gegangen, die die Seele des Hauses BENETEAU so sehr geprägt hatten. Wir verloren unsere Mutter Madame Beneteau, ich verlor meinen Ehemann Louis-Claude Roux, der mich in nur wenigen Sekunden mit unseren beiden Kindern, der Eisenwarenfabrik Roux und 200 verunsicherten Mitarbeitern zurückließ. Auch unser Bruder André ging, ihm folgten bald darauf der talentierte und treue François Chalain und seine Frau. Ich kann die Firmengeschichte nicht schreiben, ohne ihnen allen meine liebevolle Bewunderung und meinen tief empfunden Dank auszudrücken. 

1992 übernimmt Beneteau zum ersten Mal in der Firmengeschichte ein Unternehmen. Infolge verschiedener gesetzlicher Maßnahmen zur Steuererleichterung in den französischen Überseegebieten erleben diese Regionen einen wahren Tourismusboom. Wir haben nun die Möglichkeit, in Frankreich mehrere kleine Werften zu bauen. So entsteht CNB in Bordeaux.

O’Hara war 1994 unsere erste Diversifizierung. Die Idee kam nicht von mir. Gemeinsam mit einigen treuen Mitarbeitern setzen wir diese Vision um: O´Hara war geboren. Wir wollten neue Geschäftsfelder erschließen, um die Schocks aus den Markteinbrüchen in der Freizeitschifffahrt in der Gesellschaft besser abfedern zu können. Wir konzipierten ein Mobilheim im Südstaatenstil, das auf dem Campingsektor für Furore sorgte. IRM, unser Konkurrent in der Vendée, schloss sich uns später an und wir produzierten bis zu 14.000 Häuser jährlich.

Mit Jeanneau übernahmen wir 1995 ein weiteres Unternehmen. Der Zusammenschluss mit unserem ewigen Konkurrenten war der gravierendste Schritt in unserer Unternehmensgeschichte, vielleicht auch in der Geschichte der französischen Freizeitschifffahrt.

Diese Auseinandersetzung war hart und ungemütlich. Die französische Verwaltung hatte entschieden, die Freizeitschifffahrt umzugestalten. Im Rahmen dieser Restrukturierung hatte „man“ unsere Zukunft besiegelt… Aber mit welchem Recht?! Ich erfuhr davon bei einem vertraulichen Gespräch mit einem treuen Freund auf der Paris Bootsmesse, da war es auch schon fast zu spät. Aus tiefster Seele und mit aller Kraft wollte ich mich dagegen wehren! Ich bin sofort in die Vendée, habe mich zurückgezogen, um besser nachdenken zu können, da rief der Anwalt meines Vertrauens an: Die Vorgehensweise der Behörden war derart grob, dass wir zum Angriff übergehen konnten. Also griffen wir an. Das Gericht gab uns eine gute Woche Zeit, um unser Angebot zu unterbreiten. Der Tag der Verhandlung kam und in all seiner Weisheit entschied das Gericht von La Roche-sur-Yon zu unseren Gunsten. An diesem Tag kam ich irgendwann ziemlich k.o. zu Hause an. Nie werde ich die strahlenden Gesichter meiner Kinder vergessen, die wieder einmal in der Weihnachtszeit auf ihre Mutter verzichten mussten. Unserem wundervollen Kindermädchen Yoselyne ist es zu verdanken, dass mich die Kinder ganz fröhlich mit einem Rosenstrauß begrüßten.

Dieser Zusammenschluss war ein großer Moment. Zwei Familien aus der Vendée, zwei Unternehmen, die mit denselben Problemen konfrontiert waren und die sofort eine gemeine Sprache fanden. Zwei Belegschaften, die am Vorabend noch davon überzeugt waren, besser als der andere zu sein entdeckten, dass es beim jeweils anderen Gutes und weniger Gutes gab. Wir beschlossen also, von jedem das Gute zu nehmen und das weniger Gute einfach beiseite zu lassen. Gemeinsam profitierten wir vom Wiedererstarken der Märkte und die Bereicherung durch die neuen, erfahrenen Mitarbeiter. 

2003-2014

ÜBERGEBEN UND DANKEN

In der Krise haben wir uns verändert. Aus der Beneteau Werft wird die BENETEAU Gruppe. Schon bald stellt sich die Frage nach dem Firmensitz. Wir entscheiden uns für St-Gilles-Croix-de-Vie und übernehmen das Restaurant Les Embruns gleich gegenüber der Hafeneinfahrt. An diesem Ort waren so viele Geschäfte abgeschlossen worden und hier, gegenüber der Mole, hatte uns unser Vater als Kinder zur Vorstellung seines letzten Fischkutters mitgenommen.

2004. Alles läuft gut, unser Wachstum ist spektakulär. Wir bauen neue Fabriken und modernisieren die bestehenden Fertigungsanlagen. Federführend dabei sind Yvon Beneteau und das Ingenieurbüro Béri. Wir gewinnen Markanteile und sind nun nicht mehr der kleine Familienbetrieb. Für mich persönlich sind die 40 Jahre im Unternehmen wie im Flug vergangen. Meine Aufgabe ist es nun, die Zukunft vorzubereiten.

BENETEAU Saint Gilles

Vor mir liegt eine wichtige und sehr schwierige Phase: Für die BENETEAU-Gruppe muss eine Form der Unternehmensführung gefunden werden, die den Fortbestand des Unternehmens - über ein Menschenleben hinaus - sichert. Diese Verpflichtung haben wir gegenüber unseren Mitarbeitern, unseren Kunden, unseren Lieferanten, aber auch gegenüber unseren Aktionären außerhalb der Familie, die uns ihr Vertrauen schenken.

Von der traditionelle Unternehmensführung mit einem Verwaltungsrat, der sich fast ausschließlich aus Familienmitgliedern zusammensetzt und einem Generaldirektor, der bis dahin ebenfalls immer aus der Familie kam, gehen wir über zu einer Managementstruktur mit einem Aufsichtsrat und einer operativen Geschäftsführung. Im Aufsichtsrat sitzen nun auch erfahrende Persönlichkeiten von außerhalb der Familie, jeweils Spezialisten in ihrem Verantwortungsbereich.   

 

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2004

Air Step - Die Revolution des Rumpfes

Die frühen 2000er-Jahre sind von einer bedeutenden technischen Innovation geprägt, die das Fahrverhalten von Motorbooten neu definiert: dem Air-Step-Rumpf

Die ab 2003 entwickelte und 2004 bei Baureihen wie der Flyer kommerziell eingeführte patentierte Technologie nutzt ein System aus Stufen und geformten Kanälen, um Luft anzusaugen und unter den Rumpf zu leiten. Das dabei entstehende Luftpolster reduziert die benetzte Oberfläche und optimiert die Leistung grundlegend.

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Air Step bietet dabei gleich drei Vorteile: eine höhere Höchstgeschwindigkeit, einen deutlich reduzierten Kraftstoffverbrauch und damit eine höhere Effizienz sowie einen gesteigerten Komfort durch die Stoßdämpfung bei unruhiger See. 

Heute über mehrere Generationen weiterentwickelt, ist diese Innovation ein technisches Schlüsselelement der Motorboot- und Außenbordmotor-Baureihen der Marke. Sie steht beispielhaft für BENETEAUs kontinuierliches Bestreben nach effizienterem und komfortablerem Bootsfahren. 

2004

Die Entstehung eines neuen Maßstabs – die Swift-Trawler-Reihe

Das Jahr 2004 markiert einen Meilenstein in der Geschichte des Wassersports: Mit der Geburt der Swift Trawler 42 wird das erste Modell einer Baureihe vorgestellt, die mit ihrem mutigen Konzept das Trawler-Genre neu definiert.

Sie ist nicht mehr nur ein Boot, sondern steht für eine Philosophie des Reisens. Entwickelt für Freizeitkapitäne, die lange Reisen lieben, neue Horizonte entdecken und Begegnungen erleben möchten, finden die Swift Trawler schnell breite Anerkennung und etablieren sich als weltweite Referenz für moderne "Passagemaker".

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Neben ihren unbestrittenen nautischen Qualitäten – Zuverlässigkeit und Energieeffizienz – verkörpert die Swift Trawler eine ganz besonderes Lebensgefühl. Ihre vielseitige Einsatzmöglichkeit, ideal für Routen wie den Great Loop (eine Kombination aus Binnen- und Seeschifffahrt), fördert einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn. Die Eigner sind stolz darauf, Teil dieser Gemeinschaft von Reisenden zu sein und einen Lebensstil zu verkörpern, der Abenteuer und gehobenen Komfort vereint. 

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2005

Der unbestreitbare Erfolg der Cyclade-Reihe

Das Jahr 2005 steht im Zeichen der strategischen Markteinführung der Cyclade-Reihe. Sie feierte große Erfolge und wurde zu einer bevorzugten Wahl internationaler Charterunternehmen. Ihr Konzept zielte jedoch in erster Linie darauf ab, ein sehr gut konzipiertes Segelboot anzubieten, das ganz auf Einfachheit und die pure Freude am Segeln ausgerichtet ist. Diese Eigenschaften – Robustheit, maximale Ergonomie und uneingeschränkter Wohnkomfort – überzeugten auch zahlreiche Eigner, die für ihre Törns ein zuverlässiges und geselliges Boot suchten.

 

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Die Stärke der Cyclade-Modelle liegt in einem durchdachten Design, das Robustheit und maximale Funktionalität vereint. Die Cockpit-Ergonomie wurde konsequent auf einfache Handhabung ausgelegt. Manöver werden durch die in der Nähe des Steuerstands positionierten Genuawinschen und die ideal in die Steuerkonsole integrierten Instrumentenhalterungen erleichtert. Auch beim Komfort überzeugt die Baureihe: Die Teakholz-Niedergangstüren mit Lüftungsöffnungen im Salon-Stil verbinden Design und Belüftung, während praktische Getränkehalter den Steuerstand ergänzen. Der Innenraum wurde optimal genutzt, um eine große Anzahl komfortabler Kabinen unterzubringen – ein wesentlicher Vorteil der Baureihe. Darüber hinaus beinhaltet das Design praktische Lösungen für Betrieb und Wartung, beispielsweise abnehmbare Leisten im Cockpit, die die Reinigung erleichtern, sowie klappbare Maststufen, die Sicherheit und Zugang verbessern.

Dank dieser gelungenen Kombination aus einfacher Handhabung, großzügigem Wohnraum und unkomplizierter Wartung etablierte sich die Cyclade-Baureihe als feste Größe in der weltweiten Charterflotte und wurde gleichzeitig zu einer attraktiven Option für Eigner, die gerne auf Reisen gehen. 

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2006

Dynamischer und strategischer Einstieg in das Segment der Express Cruiser

Das Jahr 2006 markiert einen entscheidenden Wendepunkt: den kraftvollen Einstieg in das hart umkämpfte Segment der Express Cruiser und High-End-Motorboote. Dieser strategische Schritt ermöglichte es uns, den Erwartungen einer Kundschaft gerecht zu werden, die Leistung, Innovation und einen modernen Stil sucht. 

Die Monte-Carlo-Reihe: Ein neuer Standard für Motorboote 

Mit der Einführung der Baureihe Monte Carlo, deren Name für Luxus, Leistung und mediterrane Eleganz steht, nimmt diese Ambition Gestalt an. 

Die ersten Modelle – Monte Carlo 47, Monte Carlo 32 und Monte Carlo 37 – legen den Grundstein für einen neuen Standard. Sie zeichnen sich durch ein ausgesprochen sportliches Design, leistungsstarke Rümpfe, die hohe Geschwindigkeiten ermöglichen (daher die Bezeichnung „Express“), sowie Innenräume aus, die auf Fahrkomfort und geselliges Beisammensein ausgelegt sind.

 Die Gran Turismo: Geschwindigkeit und Raffinesse 

Diese Entwicklung setzt sich mit der Einführung der Gran-Turismo-Reihe fort. Inspiriert von der Welt der Luxusautomobile, steht sie für die Verbindung von Geschwindigkeit und Komfort auf langen Strecken. Die Modelle verkörpern die Quintessenz des sportlichen Motorboots dank ihres charakteristischen Merkmals: ein elektrisches Schiebedach oder ein versenkbares Hardtop, das sowohl den Schutz eines Coupés als auch das Fahrgefühl eines offenen Bootes bietet. 

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Die neue Generation: Exklusive Monte-Carlo-Yachten 

Der Erfolg dieser neuen Ausrichtung führt zur Entwicklung noch luxuriöserer und anspruchsvollerer Modelle, darunter die Monte Carlo 4, Monte Carlo 5, Monte Carlo 6 und Monte Carlo 52. Diese Boote bestätigen den Aufstieg in ein gehobenes Markensegment und profitieren von der Einbringung italienischer Expertise innerhalb der Gruppe. Sie bieten ein Niveau an Verarbeitung und Raffinesse, das mit dem der größten Yachten vergleichbar ist, und werden zum Synonym für Fahrvergnügen und luxuriösen Komfort auf dem Wasser.

Dieser erfolgreiche Vorstoß hat es uns ermöglicht, unser Produktangebot zu diversifizieren und uns innerhalb kurzer Zeit als Referenz im Bereich der Express Cruiser zu etablieren.

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2009

Die strategische Übernahme der Werft in Monfalcone

Das Jahr 2009 markiert einen bedeutenden strategischen Meilenstein in der Geschichte der Gruppe: die Übernahme der in Italien, nahe Triest gelegenen Werft in Monfalcone. Dieser weitreichende Schritt hatte zum Ziel, der Gruppe außergewöhnliche Produktionskapazitäten zu verschaffen, um ihr Wachstum im Superyacht- und Luxusmarkt zu unterstützen.

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Diese neue Produktionsstätte, ein echtes technologisches Aushängeschild, gilt als „State of the Art“ - auf dem neuesten technischen Stand. Sie wurde nach modernsten Industriestandards konzipiert und verfügt über hochmoderne Anlagen und Ausstattungen, die für den Bau komplexer, großformatiger Yachten mit höchsten Ansprüchen unerlässlich sind. Ziel war es, diesen aufgrund seiner Größe und seiner hochentwickelten Ausstattung herausragenden Standort ausschließlich für die Fertigung der größten und luxuriösesten Modelle der Beneteau-Gruppe zu nutzen. Heute ist Monfalcone das technologische und industrielle Herzstück, an dem Innovation und Know-how zusammenkommen, um die Flaggschiffmodelle der Yachtbranche hervorzubringen und damit die Positionierung der Gruppe im Luxussegment weiter zu festigen. 

2010

Die revolutionäre Markteinführung der Sense-Reihe

Das Jahr 2010 markiert mit der Einführung der Sense-Reihe einen bedeutenden stilistischen und ergonomischen Wendepunkt. Diese neue Kollektion von Fahrtensegelbooten wurde entwickelt, um die Lebensart auf dem Wasser neu zu erfinden und ein Erlebnis zu schaffen, bei dem Geselligkeit und die Nähe zur Meeresumwelt im Mittelpunkt stehen.

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Das Sense-Konzept basiert auf einer beispiellosen architektonischen Kühnheit: Durch das Absenken des Freibords wird ein ebenerdiger Übergang zwischen dem geräumigen Cockpit und dem Salon geschaffen. Diese fließenden Wege und die einheitliche Ebene zwischen Innen- und Außenbereich fördern ein Höchstmaß an Geselligkeit und verwandeln das Boot in einen offenen Wohnraum. Auch das Innendesign ist bemerkenswert: Eine einzigartige Raumaufteilung maximiert den natürlichen Lichteinfall und die Offenheit, insbesondere in Richtung der Achterkabinen. Damit ermöglicht die Sense Seglern, tatsächlich „auf Wasserhöhe“ zu leben, und schafft eine einzigartige Nähe zum Meer. Entwickelt für Segler, die lange Törns, Entspannung und Geselligkeit schätzen, vereint die Sense außergewöhnlichen Komfort mit hervorragenden Segeleigenschaften und setzt damit schnell neue Maßstäbe im modernen Fahrtenyachtbau. 

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2011

Das erste Swift Trawler Treffen – eine Feier der Gemeinschaft

Das Jahr 2011 markiert ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte der Swift-Trawler-Reihe und unterstreicht den Erfolg des Konzepts nicht nur auf kommerzieller, sondern auch auf menschlicher Ebene: die Organisation des allerersten Swift Trawler Treffens.

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Dieses Auftakttreffen verkörpert den einzigartigen Geist, der die Eigner der Swift Trawler verbindet. Das Treffen war mehr als nur eine Veranstaltung; es besiegelte die Entstehung einer treuen und leidenschaftlichen Gemeinschaft. Der unmittelbare Erfolg der Veranstaltung zeigte, wie stolz die Eigner darauf sind, Teil dieser Gemeinschaft von Reisenden zu sein. Sie kommen zusammen, um ihre Erfahrungen auf dem Wasser und ihre ambitionierten Reiserouten auszutauschen – ganz im Geist großer Seereisen. Die Swift Trawler, entwickelt für Langsteckenfahrten, Autonomie und komfortable Abenteuer, ist damit zum Mittelpunkt einer wahren Lebensart geworden. Das jährlich stattfindende Treffen entwickelte sich schnell zu einer Säule der Marke. Es stärkt die Gemeinschaft und den Wissensaustausch unter Wassersportlern und festigt zugleich das Image der Swift Trawler als Maßstab für in der Seefahrt. 

2012

BENETEAU als prestigeträchtiger Partner bei den Olympischen Spielen in London

Im Jahr 2012 gelang der Marke der Aufstieg in die höchste Liga des Weltsports: BENETEAU wurde zum offiziellen technischen Ausrüster für die Überwachung der nautischen Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen in London ausgewählt.

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Diese prestigeträchtige Partnerschaft im Rahmen eines weltweiten Großereignisses zeugt von der internationalen Anerkennung der Zuverlässigkeit und Qualität der Modelle des Herstellers. Für die Überwachung und Begleitung der olympischen Regatten stellte BENETEAU den Organisatoren eine umfangreiche Flotte von 30 Motorbooten zur Verfügung. Die Flotte umfasste eine Vielzahl von Modellen, darunter Antares, Swift Trawler, Gran Turismo, Barracuda und Flyer, und deckte damit sämtliche Anforderungen ab – vom Transport von VIPs und Medienvertretern bis hin zu Aufgaben in den Bereichen Wettkampfleitung und Sicherheit. Diese Boote erfüllten eine entscheidende und anspruchsvolle Aufgabe und waren unmittelbar im Umfeld der Athleten im Einsatz. Für diese Aufgabe ausgewählt zu werden, zeugt vom uneingeschränkten Vertrauen in die Präzision und Seetüchtigkeit der Boote. Die Präsenz bei den Olympischen Spielen sowie das Engagement bei der Vendée Globe im selben Jahr bestätigten die Expertise von BENETEAU und die Fähigkeit der Marke, den höchsten Leistungs- und Sicherheitsstandards des Spitzensports gerecht zu werden. 

2012

Maritime Expertise im Herzen des Vendée Globe

Nur wenige Monate nachdem BENETEAU die Zuverlässigkeit seiner Flotte auf den Gewässern der Olympischen Spiele unter Beweis gestellt hatte, setzte die Marke ihr Engagement im Jahr 2012 mit einem starken und symbolträchtigen Einsatz im Hochseeregattensport fort. BENETEAU wurde zum offiziellen technischen Ausrüster der anspruchsvollsten Einhand-Weltumsegelung ernannt: der Vendée Globe. Diese historische Partnerschaft ist weit mehr als ein gewöhnliches Sponsoring. Sie ist eine direkte Anerkennung der Expertise und Zuverlässigkeit der BENETEAU-Boote unter den extremsten Bedingungen der Hochsee.

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In Les Sables d’Olonne, dem Heimathafen der Regatta, übernimmt die Motorbootflotte von BENETEAU eine entscheidende Aufgabe bei der Sicherheit und Betreuung des Rennens. Die Modelle der Marke begleiten die Skipper bei den entscheidenden Momenten des Wettbewerbs, insbesondere beim Start und bei der Ankunft der Vendée Globe. Die Boote sind unmittelbar am Geschehen im Einsatz, um technische Unterstützung sicherzustellen und für sichere und reibungslose Manöver zu sorgen – mitunter unter schwierigen Seebedingungen. Dieses Engagement stellt das Know-how der Marke auf die Probe und unterstreicht die Seetüchtigkeit und außergewöhnliche Robustheit ihrer Boote. Indem sich BENETEAU mit dem kühnen Geist der Vendée Globe verbindet, bekräftigt die Marke ihren Stolz darauf, ein wichtiger Akteur im Bereich des Yacht- und des Hochseeregattensports zu sein.

2013

Einweihung des Standorts Givrand

Das Jahr 2013 stellt einen wichtigen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte dar. Es ist geprägt von der Einweihung des neuen Standorts in Givrand, der zum Hauptsitz und zentralen Ankerpunkt der Marke wird.

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Diese strategische Investition bekräftigt die historische Verwurzelung von BENETEAU in seiner Heimatregion, der Vendée. Der Standort befindet sich in unmittelbarer Nähe von Saint-Gilles-Croix-de-Vie, der traditionellen Wiege des Bootsherstellers. Der neue Hauptsitz ist weit mehr als ein reines Verwaltungsgebäude: Er ist ein modernes und leistungsfähiges Zentrum, das gezielt auf Innovation ausgerichtet ist. Die zeitgemäße, lichtdurchflutete Architektur steht für die Modernität und Transparenz der Marke und schafft ein optimiertes Arbeitsumfeld für die Forschungs- und Entwicklungsteams, die Konstruktionsbüros und die Vertriebsbereiche. Mit der Einweihung des Standorts in Givrand konnten alle wichtigen Führungs- und Unternehmensfunktionen an einem einzigen Standort gebündelt werden. Diese Zusammenführung würdigt den Stolz auf die eigenen Wurzeln und versetzt den Hersteller in die Lage, seine globale Strategie zu steuern und die zukünftigen Herausforderungen der Branche von einer gemeinsamen, leistungsfähigen Basis aus zu begegnen. 

2014

Start des ersten Beneteau Yacht Treffens

Das Jahr 2014 steht für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie zur Positionierung der Marke im Premiumsegment und ist durch die Ausrichtung des ersten BENETEAU Yacht Treffens geprägt. Diese exklusive Veranstaltung wurde ins Leben gerufen, um die Eigentümer der größten und luxuriösesten Yachten des Herstellers zusammenzubringen und ihnen ein Erlebnis zu bieten, das dem hohen Anspruch ihrer Boote gerecht wird.

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Das Treffen beschränkt sich dabei nicht auf eine maritime Parade, sondern versteht sich als umfassendes Premium-Erlebnis, das an prestigeträchtigen Reisezielen im Mittelmeer stattfindet – Orten, die oft für Eleganz und höchsten Standard stehen. Das Treffen richtet sich gezielt an die Besitzer großer Yachten, die zusammenkommen, um eine ganz besondere Form des Lebens auf und mit der Yacht zu zelebrieren. Hier verbinden sich die Leidenschaft für das Meer mit Luxus, erstklassigem Service und Geselligkeit unter Gleichgesinnten. Mit der Einführung dieser jährlich stattfindenden Veranstaltung etablierte Beneteau eine exklusive Gemeinschaft rund um seine Flaggschiff-Yachtmodelle und unterstrich damit seine Position als bedeutender Akteur im Superyacht-Segment. Gleichzeitig bekräftigte die Marke ihr Engagement, das Kundenerlebnis weit über den reinen Kauf eines Bootes hinaus zu erweitern.

2017

Ship Control: Das vernetzte Boot

Das Konzept des vernetzten Bootes wurde vom Hersteller bereits 2017 mit der Einführung der Benutzeroberfläche Ship Control vorgestellt. 

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Die Technologie wurde erstmals auf der Gran Turismo 50 präsentiert und setzte sich schnell bei den größeren Freizeitbooten (Modelle ab 40 Fuß) durch. Direkt inspiriert von den Bordcomputern moderner Automobile und basierend auf der Multiplex-Technologie zielt diese Innovation darauf ab, die Komplexität der Bordsysteme in ein intuitives Erlebnis zu verwandeln. Ship Control ist ein Bordcomputer mit Touchscreen, der den Zugriff auf und die Steuerung der wichtigsten elektronischen Funktionen und Komfortsysteme des Bootes zentralisiert: Beleuchtung, Klimaanlage, Hi-Fi-Anlage, Stromversorgung sowie die Überwachung der Flüssigkeitsstände. Die Benutzeroberfläche wurde in wichtigen Baureihen wie Gran Turismo, Swift Trawler und Oceanis Yacht sowie bei mehreren Prestige-Modellen eingesetzt. Sie macht das Leben an Bord einfacher und sicherer und markiert damit einen entscheidenden Wendepunkt bei der Digitalisierung des Navigationserlebnisses. 

2018

Ein Jahr der Innovationen und strategischen Konsolidierung

I. Der technologische Quantensprung: Die Figaro 3 

Das Jahr steht mit der Einführung der Figaro BENETEAU 3 im Zeichen eines bedeutenden technologischen Fortschritts. Das Boot schrieb Geschichte im Segelsport, da es zum weltweit ersten serienmäßig gefertigten Einrumpfboot mit Foils wurde. Diese mutige Entwicklung, die auf hochspezialisiertem Know-how aus dem Hochseeregattasport basiert, stellte die Innovationsfähigkeit der Marke unter Beweis, Technologien, die bislang der Elite vorbehalten waren, einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Mit der Figaro 3 bekräftigte BENETEAU seine führende Position im Bereich der Einheitsklassen-Rennboote und die zentrale Rolle der Marke im anspruchsvollen Solitaire du Figaro Regattazirkus. 

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II. Einweihung der Testbasis in Port Ginesta 

Um angesichts dieser Innovationen die Qualität und Zuverlässigkeit seiner Produkte sicherzustellen, verstärkte die Marke ihre Testkapazitäten mit der Einweihung ihrer neuen Testbasis in Port Ginesta bei Barcelona, Spanien. Die Wahl dieses Standorts ist strategischer Natur: Das stabile Klima des Mittelmeers bietet ideale Bedingungen, um Prototypen und neue Modelle intensiven und anspruchsvollen Tests zu unterziehen – unabhängig von den wechselhaften Bedingungen des Atlantiks. Die Testbasis ist heute ein wesentlicher Bestandteil des Entwicklungsprozesses und dient der abschließenden Validierung der Produkte vor ihrer weltweiten Markteinführung. 

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III. Strategische Öffnung: Partnerschaft mit Seascape 

2018 markiert außerdem den Beginn der Partnerschaft mit Seascape. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es BENETEAU, neue Marktsegmente zu erschließen, insbesondere in den Bereich der kleinen, sportlichen und erschwinglichen Boote, die sich an jüngere Generationen und eine neue Philosophie des Segelns richten. Durch die Partnerschaft mit Seascape unterstrich die Marke ihre Bereitschaft, auf allen Ebenen des Freizeitbootmarktes innovativ zu sein – von kleinen Fahrtenseglern bis hin zu großen Yachten. 

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2019

Industrielle Verankerung in den USA – Produktionsstart in Cadillac

Das Jahr 2019 markiert einen entscheidenden Schritt in der Globalisierungsstrategie von BENETEAU: Mit der Aufnahme der Motorbootproduktion direkt in den USA. Damit verstärkte die Marke ihr Engagement, den nordamerikanischen Markt aus nächster Nähe zu bedienen – einen für das Unternehmen wichtigen und stark nachgefragten Markt. 

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Diese neue Produktionsstätte wurde am historischen Standort Cadillac im US-Bundesstaat Michigan aufgebaut. Die Produktion startete mit strategisch wichtigen Baureihen, die international erfolgreich und auf dem amerikanischen Markt besonders gefragt sind: der Antares, die für ihre Vielseitigkeit und Familienfreundlichkeit bekannt ist, sowie der Gran Turismo, die im Segment der luxuriösen Express Cruiser positioniert ist. Die Produktion vor Ort bietet zahlreiche strategische Vorteile: deutlich kürzere Lieferzeiten, eine optimierte Logistik und vor allem die Möglichkeit, die Boote an die spezifischen Normen und Bedürfnisse amerikanischer Kunden anzupassen. Diese industrielle Verlagerung zeugt vom Stolz der Marke, ihr Fertigungs-Know-how zu exportieren und gleichzeitig durch räumliche Nähe ihre Position als Maßstab auf dem amerikanischen Kontinent zu stärken. 

2022

Die First 44 – Ein technologisches und ökologisches Manifest

Das Jahr 2022 stand im Zeichen der Einführung der First 44, ein Segelboot, das die Zukunft des leistungsorientierten Freizeitsegelns verkörpert. In seinem Design vereint es bedeutende Innovationen, die das Gleichgewicht zwischen höchster Performance und ökologischer Verantwortung in den Mittelpunkt stellen. Das ambitionierte Modell diente dabei als Schaufenster für die technologischen Fortschritte der Gruppe.

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Die bemerkenswerteste Innovation ist der Rumpf der First 44, der aus Elium-Harz (Arkema) gefertigt wird. Dieses revolutionäre thermoplastische Harz ermöglicht nicht nur eine leichtere und zugleich stabilere Konstruktion – entscheidende Eigenschaften für die Performance auf See – sondern stellt vor allem einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur vollständigen Recyclingfähigkeit von Verbundwerkstoffen dar. Dieses technologische Engagement unterstreicht die führende Rolle der Marke bei der Entwicklung nachhaltiger Lösungen. Auch bei der Antriebstechnologie setzt die First 44 diesen Ansatz fort: Das Boot ist mit einem Elektroantrieb ausgestattet. Diese Wahl ist ein deutliches Signal für das Engagement für eine emissionsarme und geräuscharme Form der Schifffahrt und damit für einen noch größeren Respekt vor der Meeresumwelt. Der Anspruch an Nachhaltigkeit zeigt sich schließlich auch bei den Decksmaterialien. Hier kommt Iroko, ein langlebiges und robustes Holz, zum Einsatz, das aufgrund seiner ökologischen Eigenschaften und seiner Widerstandsfähigkeit als Alternative zu Teak ausgewählt wurde. Damit etabliert sich die First 44 als Referenzmodell des Herstellers, das eindrucksvoll zeigt, wie höchste Leistungsfähigkeit mit den ökologischen Anforderungen der Zukunft in Einklang gebracht werden kann

2024

140 Jahre BENETEAU – Die große Geschichte von Tradition und Innovation

Das Jahr 2024 markierte einen historischen Jahrestag für den Hersteller: die Feier seines 140-jährigen Bestehens (die Marke wurde 1884 gegründet). Dieser bedeutende Meilenstein bot Gelegenheit, eineinhalb Jahrhunderte voller Innovationen zu würdigen und zugleich die Vision und Leidenschaft zu bekräftigen, die die Gruppe auch in den kommenden Jahrzehnten antreiben werden. 

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Die 140-jährige Geschichte zeugt von einer außergewöhnlichen Beständigkeit und Widerstandsfähigkeit, die tief im Know-how der Vendée verwurzelt sind. Die Feierlichkeiten, bei denen die Gründer und Tausende von Mitarbeitenden gewürdigt wurden, dienten zugleich als Plattform, um die strategische Ausrichtung für die Zukunft hervorzuheben: nachhaltige Innovation, die Digitalisierung des Kundenerlebnisses sowie die Erforschung neuer Antriebs- und Konstruktionstechnologien. Mit der Würdigung seines reichen maritimen Erbes bekräftigte BENETEAU sein Engagement, die Geschichte der Freizeitschifffahrt auch künftig weiterzuschreiben und dabei Tradition, Leistung und ökologische Verantwortung für die kommenden Generationen von Bootsfahrern miteinander zu vereinen.

Der Geist dieses Jubiläums wurde durch verschiedene Initiativen konkret erlebbar, die die Seele des Unternehmens hervorhoben. Im Zentrum der Feierlichkeiten stand der Start der Serie „True Stories“ (https://www.beneteau.com/fr/true-stories) – einer Sammlung inspirierender Porträts und authentischer Erfahrungsberichte von Mitarbeitenden, Konstrukteuren und Partnern. Die Geschichten rückten die Leidenschaft und die Weitergabe des Know-hows in den Mittelpunkt, unter anderem durch Podcasts wie Odyssée. Das Engagement für die Zukunft wurde durch konkrete Maßnahmen unter Beweis gestellt: Dazu gehörte die Organisation einer großen europäischen Rundreise an Bord einer elektrisch angetriebenen Oceanis 37.1, um die Alltagstauglichkeit einer emissionsarmen Form der Navigation zu demonstrieren. Hinzu kamen die Öffnung der Werfttore anlässlich der französischen „Journées du Patrimoine“ sowie die erneute Bekräftigung des Ziels, die CO₂-Emissionen bis 2030 um 30 % zu reduzieren. All diese Veranstaltungen unterstrichen die Entschlossenheit der Marke, ihr traditionsreiches Erbe mit den Anforderungen an Ökologie und Innovation im 21. Jahrhundert zu verbinden.