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Sam Manuard - Interview über die First 36

Guten Tag Sam, würden Sie sich uns kurz vorstellen?

Mein Name ist Sam Manuard, ich bin fast 50 Jahre alt, so langsam habe ich also ein wenig Erfahrung (lacht). Ich bin Schiffsarchitekt und entwerfe Boote. In den letzten zehn Jahren habe ich neben meiner Tätigkeit als Architekt auch selbst an Hochseerennen teilgenommen, da ich nach wie vor viel und gerne segle.

Wann haben Sie zum ersten Mal von First gehört?

Das war auch schon während meiner Kindheit. Die First-Reihe feiert dieses Jahr ihren 45. Geburtstag, vermutlich habe ich die ersten Boote dieses Typs bereits bei Einführung der Serie gesehen. Es war damals das Hightech-Schiff schlechthin, sehr wendig und mit großen Bullaugen, die ihm einen coolen Look und seine raffinierte Ästhetik verliehen.

Worin unterscheidet sich diese First von früheren Generationen?

Die neuen Boote haben mehr Volumen, denn mit der Weiterentwicklung der Formen im Lauf der Jahre war man bestrebt, die Stabilität des Rumpfs zu erhöhen. Die Bootsformen oberhalb der Wasserlinie sind kraftvoller und ausladender. Das schafft mehr Platz im Innenbereich und bietet Raum für ein großes Cockpit, das mehr Fläche zum Manövrieren oder Ankern auf einem Familienausflug bietet. Der Hauptunterschied besteht in dieser Weiterentwicklung, die übrigens auf den Hochseerennsport zurückgeht und in die Konstruktion der First 36 mit eingeflossen ist.

Hat dieses neue Modell also weniger Gemeinsamkeiten mit früheren First-Yachten?

Nein, die neue First 36 hält dieselben Versprechen wie frühere Generationen. Sie ist einfach zu bedienen, schnell, komfortabel und macht Spaß. Damit setzt sie die Tradition ihrer Vorgänger fort.

Wer waren ihrer Meinung nach die Konkurrenten der ersten First-Boote und welche sind es heute?

Damals waren sie anderen Schiffen wirklich einen Schritt voraus, und ich glaube nicht, dass sie zu diesem Zeitpunkt ernst zu nehmende Konkurrenten hatten. Inzwischen haben die anderen aufgeholt, aber einen direkten Konkurrenten für die First 36 sehe ich nicht.

Wie fühlte es sich an, Teil des Entwicklungsteams der neuen First-Modelle zu werden?

Ich verstehe es als echtes Privileg, da ich mir als Schiffsarchitekt zwei große Ziele gesetzt hatte: Erstens wollte ich eine IMOCA entwerfen, ein Traum, der 2020 mit der „L’Occitane“ von Armel Tripon und seiner Teilnahme an der Vendée Globe in Erfüllung gegangen ist. Zweitens wollte ich ein Serienboot für ein breites Publikum wie die First 36 entwerfen. Es erfüllt mich mit Stolz, für eine Marke wie BENETEAU zu arbeiten, und ich bin sehr glücklich darüber.

War die Arbeit in einem Team neu für Sie?

Die Zusammenarbeit in einem „Design-Team“ ist bei der IMOCA üblich, aber im Fall der First 36 war das Team viel größer als damals in den Anfangszeiten der Werft, als wir die Seascape 18 / First 18 SE entworfen haben. Wir mussten die einzelnen Konstruktionsphasen viel besser organisieren: PURE war für die Struktur zuständig, GIGO hauptsächlich für das Innendesign, Lorenzo kümmerte sich um das Design des Decks und Außenbereichs, und ich konzentrierte mich auf die Schiffsarchitektur. Wir gingen viel gezielter an die verschiedenen Konstruktionsprobleme heran. Wir hatten die Leute von PURE, die sich um den Aufbau der Struktur kümmerten, GIGO, die das Innendesign entwickelte, und Lorenzo Argento, der für das Design des Decks und Außenbereichs verantwortlich war. Und ich konzentrierte mich auf die Schiffsarchitektur. Das sind eine Menge Leute, aber es machte unheimlich viel Spaß, mit einem so talentierten Team zusammenzuarbeiten.

Können Sie uns erklären, worin Ihre Arbeit an der First 36 bestand?

Ich bin für die allgemeine Form, die Konfiguration der Schiffsanhänge und die Besegelung verantwortlich, also dafür, dass das Boot gut ausbalanciert ist und funktioniert. Obwohl es ihm ganz sicher nicht an Leistung fehlen wird, ist es einfach zu steuern.

Woher nahmen Sie die Inspiration für die First 36?

Ich konnte auf meine Erfahrungen in der Class 40 zurückgreifen, wo es gewisse Parallelen gibt: Es handelt sich um Einrumpfboote mit einem festen Kiel, zwei Ruderblättern und einer ähnlichen Takelage. Was ich beim Entwerfen und Segeln auf verschiedenen Booten der Class 40 gelernt habe, hat mir geholfen, die Form des Rumpfes und das allgemeine Gleichgewicht der First 36 zu konzipieren.

Welches Segelerlebnis versprechen Sie sich von diesem Boot?

Ein völlig neues Erlebnis, da wir sehr viel in die Konstruktion eines Serienbootes dieser Größe investiert haben. Es ist im Infusionsverfahren gebaut und wir haben natürlich versucht, es so leicht wie möglich zu machen.

Die Idee war, dass es ein schneller Gleiter werden sollte, was im Vergleich zu früheren First-Yachten eher neu ist. Dank dieser Gleitfähigkeit dürfte es schneller als unsere Vorgänger sein, bei denen es sich überwiegend um Verdränger handelt. Dennoch besitzt die First 36 dieselben Gene und ermöglicht es, Leistungsstärke und Cruising-Eigenschaften zu verbinden. Kleine technologische Extras garantieren ein neues Fahrerlebnis.

Können Sie uns die neue First 36 in einem Satz beschreiben?

Die neue First 36 ist ein wundervolles Boot. Ein schnelles Boot, das Spaß macht und gleichzeitig seetüchtig und sicher ist.